Zweimal Everesting – Radebeul und Partenkirchen
- Autor: Katrin Faber
- Veröffentlicht am 14/05/2026
- Abteilung: Triathlon
- Lesezeit etwa 1 minute
Teil 1 Radebeul 03. Mail 2026
Nachdem mir der Treppenmarathon in Radebeul außerordentlich gut gefällt, wollte ich auch dieses Mal wieder teilnehmen. Es gibt ja verschiedene Distanzen und dieses Mal sollte es der kurze Karoh Peak sein, ein Wettkampf über 2 Stunden, in denen möglichst viele Runden zu absolvieren sind. Eine Runde, das ist einmal die Treppe runter, ca. 250 m leicht abschüssig die Straße runter und wieder leicht ansteigend rauf und dann wieder die Treppe rauf und oben dann auch noch ca. 100 m hin und zurück um die Verpflegungsstation. Die Treppe das sind rd. 400 Stufen und jeweils 88 Höhenmeter. In diesem Jahr war es außerordentlich warm und sonnig und der Wettkampf startete auch bereits 13:45 Uhr (und endete 15:45). Insgesamt 14 Frauen und 30 Männer waren am Start und es ging zügig los. Ich habe immer noch nicht rausfinden können, wie ich schneller die Treppe runter komme, rauf ging es eigentlich ganz gut, auch wenn ich meinen zwischenzeitlich 3. Platz nicht halten konnte und meine Rundenzeiten von anfänglich 9 Minuten auf bis zu 12 Minuten gestiegen sind. Nach Ablauf der 2 Stunden durfte man die angefangene Runde noch beenden, ich erreichte insgesamt 11 Runden und konnte durch einen beherzten Zielsprint einen 5. Platz sichern. Hinterher konnten wir noch die schöne Aussicht genießen, während die Teilnehmer der anderen Wettkämpfe noch viele Stunden Treppenlauf vor sich hatten (Hauptwettkampf 24 Stunden – 100 Runden = 8800 hm). Der Muskelkater hinterher fiel aber wieder vergleichbar zu den Vorjahren heftig aus.
Teil 2: Partenkirchen 08. Mai 2026
Die Woche drauf fand schon das nächste Event statt und zwar zum ersten Mal. Austragungsort war hier Partenkirchen. Auch hier sollte die Höhe des Everests erklommen werden und zwar am Eckbauer. Um die Höhe zu erreichen, waren 19 Runden a 503 hm und 3,3 km zu absolvieren und das in einer Zeit von max. 27 Stunden. Los ging es am Freitag ab 9 Uhr, Ende war Samstag 12 Uhr. Die Autos konnten direkt vor Ort geparkt werden und standen damit als Stützpunkt zur Verfügung. Ich hatte mich mit Michael als 2er Staffel gemeldet, das erschien mir schon gewagt genug. Außerdem gab es Einzelstarter und 3er Staffeln. Prominenteste Teilnehmerin war Ida-Sophie Hegemann, die mit ihrem Bruder eine Staffel gemeldet hatte. Es ging also jeweils zu Fuß rauf auf einem tw. asphaltierten, teilweise geschottertem Weg mit ziemlichen Rampen und dann mit der Seilbahn wieder runter. Die 500 hm konnten wir anfänglich in 42 Minuten absolvieren + dann noch Fahrt runter in ca. 12 Minuten. Wir wechselten uns von Runde zu Runde ab und hatten jeweils nach einer Runde wieder eine Stunde Pause für Essen und chillen. Unterwegs und in der Seilbahn konnte man sich mit den anderen Teilnehmern unterhalten, es gab auch einige Fans und Zuschauer, die die Teilnehmer anfeuerten. Ab 20 Uhr ging es dann mit etwas mehr Klamotten und Stirnlampe weiter. Die jeweils letzten beiden Runden absolvierten wir dann direkt nacheinander, denn in der Nacht war die obligatorische Pause doch kalt und ich konnte so dann schon mal gegen 1:30 ins Hotel zum Duschen und dann frisch geduscht mit der Seilbahn ins Ziel. Gegen 4:10 Uhr waren dann unsere 18 Runden absolviert und wir konnten somit erfolgreich unser Everesting abschließen. So blieb noch etwas Zeit zum Schlafen, bevor es dann zum Frühstück und abschließenden Weißwurstfrühstück ging. Die letzten Soloteilnehmer erreichten ca. 11 Uhr das Ziel, vermutlich mit einer Schlafpause zwischendrin. Erstaunlicherweise war man nach dieser Aktion zwar ziemlich müde, aber es gab gar keinen Muskelkater – erstaunlich!
Fazit: Tolle Veranstaltung, zur Nachahmung empfohlen, aufgrund der Tatsache, dass man hier nur rauf läuft und runter fährt, viel leichter zu schaffen als beim Treppenmarathon in Radebeul, ich war froh, dass ich nur 4400 hm laufen musste, denke aber man könnte hier schon auch alles schaffen, wenn man über die Nacht kommt.
Katrin F.