Lowa Ultratrail Fränkische Schweiz (UTFS)
- Autor: Katrin Faber
- Veröffentlicht am 14/05/2026
- Abteilung: Triathlon
- Lesezeit etwa 1 minute
3. Oktober 2025 – Die Anmeldung für den UTFS öffnet. Der Wecker war für kurz vor Mitternacht gestellt, um einen der begehrten Plätze zum Speedtrail zu ergattern. Die 33 km sind immer super schnell ausgebucht, Tauschplätze gehen rege hin und her. Es hat geklappt, nun gibt es kein Zurück mehr. Bis April wird nun anders trainiert, dazwischen kommt eine ungeplante 8-wöchige Sportpause, die das Trail-Vorhaben ins Wanken bringt, doch der letzte der UTFS-Community-Runs wiederum bestärkt mich dann darin, doch teilzunehmen.
Kurz zu den Community-Runs: diese finden jeden Monat von Dezember bis März in der fränkischen Schweiz statt und bieten kurze (12-16km) und auch längere Strecken (ab 22km bis 33km) an. Sie verstehen sich als Lauftreffs, kein offizielles Event mit Zeitnahme, Verpflegung, Streckenführung. Hier kann man von diversen Anbietern Trailschuhe, Laufwesten direkt auf der Strecke ausprobieren, sehr angenehm!
Nun zum Event am 25. April 2026: Die Vorbereitung lief sehr professionell, ich fühlte mich durchgängig gut informiert, motiviert, mitgenommen. Vor Ort auf dem Ebermannstädter Marktplatz sind neben Start- und Zielbereich eine Messe mit Ausstellern, Essen- und Getränkestände sowie eine Bühne aufgebaut. Begleitet wird es von einem (neuen!) Moderator, der vorherige geht dieses Jahr selbst an den Start ;-)… Zudem eine professionelle Live-Übertragung mit Sport-Journalisten und Trailläufern, die den Verlauf der sich bereits seit 7 Uhr morgens auf der Strecke befindlichen Ultra-Trailläufern kommentieren. Wie damals beim Tour-de-France-Gucken ;-)…
Die 33km starten um 12 Uhr, bis dahin dürfen wir noch den Youth- und den Kindertrail mitverfolgen. Die Althleten sind entspannt und gleichermaßen freudig aufgeregt und pünktlich um 12 Uhr geht es los. Die 33 km starten mit einem steilen Anstieg, danach wird es laufbar, abwechslungsreich bis zur ersten Verpflegungsstation. Die Ehrenamtlichen bieten gut gelaunt diverse Snacks, belegte Brote, das obligatorische Iso, Cola, Wasser an und die Stimmung ist ausgelassen, die Läufer stoppen ihre Uhren und lassen sich Zeit für einen Austausch, Unterhaltung, kurz verschnaufen, Flasks auffüllen…
Die erste Hälfte läuft gut, locker und fühlt sich flüssig an, wohlwissend, dass dies sich bald ändern würde. Und pünktlich ab dem 17. Kilometer geht es in Muggendorf das erste Mal die Treppen rauf, danach wird es eine schöne Mischung aus zäh bis qualvoll, umgeben von wunderschöner Natur und Ausblicken, tollen Begegnungen auf der Strecke, Fragen nach dem Warum. Füße, Nacken, Schultern schmerzen. Die zweite Verpflegungsstation in Streitberg gibt nochmal Kraft für den letzten Abschnitt, und beim Einlaufen nach Ebermannstadt melden sich die schweren Beine, aber die tolle Stimmung trägt. Im Ziel werden die Ankommenden statt mit Medaillen mit „Pokalen“ empfangen, ein Azubi-Projekt eines lokalen Unternehmens, in dem jährlich die Steine direkt aus der Fränkischen Schweiz geholt, verarbeitet und von den Azubis selbst an die die Athleten übergeben werden. Der Ehrenplatz für diesen Felsbrocken ist sicher ;-)!
Belohnt werde ich von vier Tagen Muskelkater, Treppen (insbesondere runter!) und noch viel Reflektion, in welch traumhafter Umgebung wir unterwegs waren (Burg Neideck, Streitburg). Und Vorfreude auf 2027!
Jana O.